Spende für mehr Teilhabe im Arbeitsleben
- Holzbau-Start-up TRIQBRIQ spendet 10.000 Euro an Stiftung Haus Lindenhof
- Besichtigung der Produktion und gemeinsamer Bau einer TRIQBRIQ-Wand
- Menschen werden wieder an Arbeit, Struktur und Gemeinschaft herangeführt
- Die Zusammenarbeit soll ausgeweitet werden
- Spende finanziert sich aus Award-Preisgeld des Wirtschaftsforums der SPD
In der Vinzenz von Paul Werkstatt der Stiftung Haus Lindenhof hat das Tübinger Holzbau-Start-up TRIQBRIQ einen Spendenscheck über 10.000 Euro übergeben. Anlass ist eine seit rund zwei Jahren bestehende Produktionskooperation zwischen Unternehmen und Werkstatt. Der Anlass wurde von einer Vielzahl an Gästen begleitet, darunter Vertreter beider Institutionen sowie die Menschen mit Behinderung, die vor Ort aktiv an der Fertigung der Holzbausteine des Start-ups mitwirken.
Die TRIQBRIQ AG produziert den Großteil ihrer Holzbausteine – sogenannte BRIQs – in ihrem Tübinger Stammwerk und greift dabei größtenteils auf Robotik zurück. Als vor über zwei Jahren die Nachfrage plötzlich die eigenen Produktionskapazitäten überschritt, wurde kurzerhand die Kooperation mit der Stiftung Haus Lindenhof ins Leben gerufen. Ein Schritt, der aus Sicht aller Beteiligten sowohl die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt als auch die Förderung innovativer Fertigungsmethoden vorantreibt.
Besichtigung der Produktion und gemeinsamer Bau einer TRIQBRIQ-Wand
Vor der Spendenübergabe besichtigten die Gäste am vergangenen Donnerstag die verschiedenen Arbeitsstationen der TRIQBRIQ-Produktion in der Vinzenz von Paul Werkstatt. Gemeinsam mit den Beschäftigten wurde außerdem eine TRIQBRIQ-Wand in den Räumlichkeiten der Stiftung aufgebaut. Werkstattleiter Alois Hieber begrüßte anschließend die Vorstände der Stiftung Haus Lindenhof, Prof. Dr. Wolfgang Wasel und Hermann Staiber, sowie die Vertreter von TRIQBRIQ: Vorstand Maximilian Wörner, Jürgen Stegmaier (Finanzen) und Lewin Fricke (Öffentlichkeitsarbeit).
Menschen werden wieder an Arbeit, Struktur und Gemeinschaft herangeführt
In seiner Begrüßung hob Alois Hieber, Werkstattleiter der Vinzenz von Paul Werkstatt, hervor, dass es ein Glücksgriff sei, einen so verlässlichen Partner gefunden zu haben.
„Besonders wichtig ist uns der soziale Aspekt der Zusammenarbeit. Durch die Montagearbeiten werden Menschen, die teilweise nicht mehr im Arbeitsleben standen, wieder Schritt für Schritt an Arbeit, Struktur und Gemeinschaft herangeführt“, so Hieber.
Genau darin liege der eigentliche Wert dieser Partnerschaft. Zudem sei der Enthusiasmus, mit dem die Beschäftigten die BRIQs montieren, außergewöhnlich.
Das bestätigte auch Beschäftigter Manuel Betz:
„Ich mache die BRIQs jetzt seit rund einem halben Jahr und es macht mir großen Spaß.“
Betz hat beim Aufbau des Raumteilers in der Werkstatt mitgeholfen und zog eine durchweg positive Bilanz: „Der Aufbau der Wand war einfach, ungefährlich und ging sehr schnell.“
Die Zusammenarbeit soll ausgeweitet werden
TRIQBRIQ-Vorstand Maximilian Wörner lobte die gute Zusammenarbeit und stellte klar:
„Für uns ist diese Kooperation enorm wichtig. TRIQBRIQ ist aktuell so gefragt wie noch nie, und wir brauchen so viele BRIQs wie möglich. Die Werkstatt hier ist technisch sehr gut ausgestattet und die Beschäftigten stellen unsere BRIQs in einer Weltklasse-Qualität und in einer respektablen Stückzahl her.“
Er freue sich, die Zusammenarbeit auszuweiten, sehe die Werkstatt als Teil des TRIQBRIQ-Teams und habe sich deshalb dazu entschlossen, die 10.000 Euro dorthin zu spenden, so Wörner weiter.
Spende finanziert sich aus Award-Preisgeld des Wirtschaftsforums der SPD
Für ein so junges Unternehmen ist eine so große Summe allerdings keine Selbstverständlichkeit. Die Spende stammt aus dem Preisgeld der Auszeichnung „WiForward“ des Wirtschaftsforums der SPD. Der Preis, den das Start-up Ende letzten Jahres erhielt, ist mit 10.000 Euro dotiert und würdigt innovative Transformationsleistungen in Unternehmen, Wissenschaft und Politik. Laut Wörner stand für ihn bereits am Abend der Preisverleihung in Berlin fest, dass er das Geld an die Stiftung Haus Lindenhof weitergeben werde.
Die Zusammenarbeit zwischen TRIQBRIQ und der Stiftung Haus Lindenhof zeigt, dass wirtschaftlicher Fortschritt und soziale Verantwortung miteinander verzahnt werden können. Das ist gewinnbringend für alle Beteiligten und ermöglicht eine inklusive und nachhaltig zusammenlebende Gesellschaft.