Holz-Talk im Holzbau

Anfang des Monats traf sich unser Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Lewin Fricke, mit dem Obmann im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Kassem Taher Saleh. Im neuen, aus Holz gebauten Bundestagsgebäude Luisenblock West, unterhielten sich die beiden über die anstehende Bauwende. Außerdem besprachen sie, welche Rolle der Rohbau auf Basis von Kalamitätsholz dabei spielen kann. Ein Profi aus der Praxis Kassem Taher Saleh ist Dipl.-Bauingenieur und arbeitete vor seiner Zeit als Parlamentarier als Bauleiter für ein Dresdener Bauunternehmen. Als Profi aus der Praxis kennt er die Probleme des Bausektors nur allzu gut. Im Deutschen Bundestag setzt er sich daher für eine ökologische und sozialverträgliche Wohnungs- und Baupolitik ein. Mit Blick auf den hohen Ressourcenverbrauch und die damit einhergehenden CO2-Emissionen der deutschen Baubranche, gibt der Obmann im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen der Grünen an, dass die Bauwende ohne eine Baustoffwende nicht zu meistern sei. Laut ihm sollten Bauwerke als langlebige Güter betrachtet und daher auch rückbaubar geplant werden. Wichtig sei dabei ebenfalls eine verpflichtende Lebenszyklusbetrachtung und der ökologische und regionale Bezug von Baustoffen. TRIQBRIQ ist wichtiger Teil der Baustoffwende Die politische Arbeit von Kassem Taher Saleh begrüßen wir ausdrücklich. Gerade die oft von ihm angesprochene Baustoffwende ist überaus wichtig. Der Deutsche Bausektor verursacht über 60% des Müllaufkommens und ca. 35% des Energieverbrauchs der Bundesrepublik. Vor diesem Hintergrund lag der Fokus des Gesprächstermins hauptsächlich darauf, wie unser innovatives TRIQBRIQ-System diese Probleme auflösen kann. Dabei standen vor allem technische Fragen im Mittelpunkt. Lewin Fricke erklärte unser Kreislaufprinzip, unsere patentierte Bauweise und den dadurch ermöglichten Bezug von Kalamitäts- und Industrieholz als Rohstoff für unser Bausystem TRIQBRIQ. Dieses kann herkömmliche Bauweisen wie Ziegel, Beton und Kalksandstein nachhaltig substituieren und ist somit ein wichtiger Teil der zwingend erforderlichen Baustoffwende. Einfacher Wandaufbau als Lösung für Fachkräftemangel Es wurde auch intensiv über die konkrete Bauweise unseres neuartigen Holzbau-Systems gesprochen. Der Bauingenieur Taher Saleh interessierte sich hierbei insbesondere für den genauen Wandaufbau des Systems. Lewin Fricke merkte an, dass dabei vor allem ein diffusionsoffener Ansatz gewählt werden sollte. Angesprochen wurde ebenfalls, dass die einfache Aufbauweise von TRIQBRIQ dazu beiträgt, den Fachkräftemangel im Bausektor anzugehen. »Mit unserem System können nicht nur gelernte Maurer, sondern beispielsweise auch Messebauer, Hilfsarbeiter oder sogar Laien spielend leicht umgehen«, so Lewin Fricke im Gespräch. Städte und Dörfer müssen CO2-Senken werden Kassem Taher Saleh und Lewin Fricke waren sich darüber hinaus einig, dass unsere gebaute Umwelt in Zukunft eine gigantische CO2-Senke werden muss. Lewin Fricke merkte an, dass unser TRIQBRIQ-System über 200 kg CO2 pro Quadratmeter Wandfläche in Gebäuden einlagert. Das begrüßte Taher Saleh und erklärte gegen Ende des Treffens, dass die kommende Förderpolitik der Ampel-Koalition insbesondere die CO2-Bilanz von Baustoffen und damit auch von Gebäuden vermehrt in den Blick nehmen werde. Das finden wir von TRIQBRIQ natürlich klasse! Wir sind uns außerdem sicher, dass Kassem Taher Saleh auch in Zukunft die richtigen baupolitischen Akzente im Bundestag setzen wird und möchten uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei ihm für das konstruktive Gespräch bedanken.

3. CEWI Workshop mit Leitlinie #FINALISE

Mit dieser Leitlinie im Blick, trafen sich vergangenen Mittwoch und Donnerstag erneut Vertreterinnen und Vertreter des Automobil- und Gebäudesektors in Berlin. Ziel des dritten und damit letzten CEWI Workshops war es, die »Circular Economy«-Projekte der jeweiligen Arbeitsgruppen zu finalisieren und damit für deren Präsentation im Juli vorzubereiten. Die TRIQBRIQ AG war erneut vertreten durch Lewin Fricke, der sich seit dem ersten Treffen der CEWI Projektgemeinschaft in der AG Politikdialog einbringt. Anpassung der Flughöhe Den ersten Tag verbrachte die AG damit, die bis dahin ausgearbeiteten Einzelpositionen der Unternehmen auf deren inhaltliche Flughöhe zu überprüfen. Gemeinsam einigten sich die Anwesenden darauf, die Anzahl der Positionen deutlich zu reduzieren und die verbleibenden Argumente, die an die Politik kommuniziert werden sollen, allgemeiner zu formulieren. »Anders ist, bei der Breite an teilnehmenden Unternehmen, ein gemeinsames inhaltliches Muster nicht zu verwirklichen«, so ein Mitglied der AG. Ein »unaufgeregter Politikdialog« Am zweiten Tag erarbeitete die AG Politikdialog ein Format, in dem die finalisierten Positionen in einem »unaufgeregten Politikdialog« mit der Politik besprochen werden sollen. So ist geplant, dass von Seiten des CEWI Teams ein Papier ausformuliert wird, welches die Positionen der AG-Teilnehmenden vorab widerspiegelt. Darauf aufbauend wollen die Branchenvertreterinnen und -vertreter in einem ministeriums-übergreifenden Fachgespräch mit Referatsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern in den Austausch kommen. Ziel ist es, anhand von Praxisbeispielen aufzuzeigen, wo Circular Economy in der Baubranche durch Regulatorik erschwert wird und gleichzeitig nachzuhorchen, welche Änderungen die Politikerinnen und Politiker in diesen Bereichen in der Zukunft planen. »Pain Points« aus der Praxis besprechen Inhaltlich haben die Teilnehmenden die fünf Themenblöcke »Neubau«, »Bestand«, »Materialien«, »Stoffkreisläufe« und »Digitalisierung« herausgearbeitet. Auf diese kommt es aktuell besonders an, um Circular Economy in der Baubranche voranzutreiben. Zu allen Bereichen haben sie »Pain Points« ausformuliert, die anhand von Praxisbeispielen mit der Politik besprochen werden sollen. Lewin Fricke betonte beispielsweise die Wichtigkeit von staatlichen Förderungen (Bridge Fundings), um langwierige Genehmigungsphasen von kreislauffähigen Materialinnovationen finanziell zu überbrücken. Gerade für Start-ups wäre das eine enorme Hilfe, um Circular Economy im Gebäudesektor auszubauen. Wir suchen nicht die große Bühne Für Ende Juni ist das #COMMUNICATE Event der CEWI Projektgemeinschaft geplant. Hier werden die einzelnen Projekte der AGs auf großer Bühne gepitcht und können dann im Anschluss an den jeweiligen Projektständen weiter besprochen werden. Hierbei sollen weitere Partner gewonnen werden, die für die Projekte hilfreich sein können. Vor dem Hintergrund der ausgereiften Projektplanung des Politikdialog-Events und des bewusst gewählten ruhigen Charakters des Gesprächsformats, plant die Politikdialog AG für ihr Projekt hingegen dort keinen Pitch. »Wir freuen uns auf den Austausch im Rahmen der Ausstellung der einzelnen Projekte und werden hier auch gerne vertreten sein – sehen aber keinen Mehrwert für einen eigenen Pitch auf großer Bühne.«, so Lewin Fricke im Rahmen der finalen Projektvorstellung am Ende des zweiten Workshop-Tages. Wertvoller Austausch parallel zur inhaltlichen Arbeit Neben der inhaltlichen Ebene kamen auch die zwischenmenschlichen Begegnungen nicht zu kurz. »Ganz besonders freut mich, dass ich so viele Kolleginnen und Kollegen aus anderen Start-ups getroffen habe. Es ist wichtig, dass uns jungen Unternehmen im Rahmen solcher Events ermöglicht wird, unsere Innovationen zu präsentieren und mit etablierten Branchenvertreterinnen und -vertretern zu besprechen.«, sagte Lewin Fricke. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken, die die bisherigen drei Workshops zu so wertvollen Events für Circular Economy gemacht haben – allen voran den Organisatoren: WWF Deutschland; der Stiftung KlimaWirtschaft und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, sowie dem Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, welches das gesamte Projekt finanziert.

»Fördern und Fordern«: Welche politischen Änderungen brauchen wir für nachhaltiges Bauen?

Diese und andere Fragen diskutierte unser Öffentlichkeitsbeauftragter Lewin Fricke am 24. März 2022 im Deutschen Bundestag. Er folgte hier der Einladung der beiden Bundestagsabgeordneten Niklas Wagener MdB und Tessa Ganserer MdB, Bündnis 90/Die Grünen, um gemeinsam mit deren wissenschaftlichen Mitarbeitern die Vorteile vom Bauen mit Kalamitätsholz zu erläutern. Forstwirtschaftliche Themen im Fokus Im Büro von Niklas Wagener MdB, forstpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, tauschte sich Lewin Fricke mit dessen wissenschaftlichem Mitarbeiter Lorenz Berger aus. Hierbei lag der Fokus besonders auf forstlichen Aspekten. Gemeinsam kamen die Gesprächspartner zu dem Schluss, dass es wichtig ist, Holz aus Kalamitäten sinnvoll in ertragreiche Wertschöpfungsketten zu überführen. Dabei darf nicht vernachlässigt werden, die Schadflächen in den Beständen unter den Gesichtspunkten von Umwelt, Klima- und Tierschutz zu renaturieren. Dieser Gedanke entspricht unseren internen Leitlinien und spiegelt die Grundprinzipien unseres TRIQBRIQ Geschäftsmodells wider. Ohne einen nachhaltigen Waldumbau kann Holzbau nicht funktionieren. Optimierungsbedarf von GEG und Kreislaufwirtschaftsgesetz Beim zweiten Termin kam Lewin Fricke ins Gespräch mit Tessa Ganserer MdB. Für ihre Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ist sie Obfrau im Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung (PBnE). Als studierte Wald- und Forstwirtin ist Ganserer ausgewiesene Expertin für alle Themen, die den Wald und dessen wirtschaftliche Nutzung betreffen. In ihrer Funktion als Obfrau im PBnE waren für Frau Ganserer neben forstwirtschaftlichen Themen auch Fragen bezüglich etwaiger Optimierungspotentiale im Gebäudeenergiegesetz (GEG) und im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) von großem Interesse. Lewin Fricke betonte hier insbesondere die Punkte, die aus Sicht eines Bau-Start-ups verbessert werden könnten. Tessa Ganserer MdB, Copyright: Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Kaminski Neues Bundestagsgebäude: erbaut im Sinne des Klimaschutzes Passend zu den Gesprächsinhalten fanden beide Termine im neuen Bundestagsgebäude »Luisenblock West« statt. Man sieht es dem Neubau im Regierungsviertel von außen nicht an, aber das Gebäude ist zu großen Teilen aus Holz gebaut. »Im Rahmen von verschiedenen Events habe ich bereits Vorträge über dieses spannende Bauprojekt gehört. Es freut mich sehr, dass sich die Bundestagsverwaltung dazu entschieden hat, dieses innovative Projekt in einer absolut effizienten Holz-Modulbauweise errichten zu lassen.«, sagt Lewin Fricke über das in Rekordzeit fertiggestellte Gebäude. Bundestagsgebäude Luisenblock West Als Hersteller eines Holzbausystems freut es uns natürlich sehr, dass diese spannenden Termine in einem Holzbau stattfanden. Wir möchten uns bei den politischen Vertreterinnen und Vertretern für ihre Zeit bedanken und sind zuversichtlich, dass die Politik in den nächsten Jahren einen gesunden Mix aus »Fördern und Fordern« finden und auf diesem Weg kreislauffähige Materialinnovationen und deren Skalierung unterstützen wird.

Perspektiven zur Zukunft des Bauens

Vonovia und die Fraunhofer-Allianz luden am 23.03.22 zur Auftaktkonferenz ≫Perspektiven zur Zukunft des Bauens≪. In den Design Offices in Berlin diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft – darunter auch unserer Head of Public Relations Lewin Fricke – die Möglichkeiten und Herausforderungen klimaneutraler Bauprozesse. Die Konferenz bildet den Auftakt für einen Dialog- und Arbeitsprozess rund um nachhaltiges Bauen, der sich in den nächsten Monaten weiter konkretisiert. Am 23. November 2022 werden dann die finalen Ergebnisse im Futurium Berlin vorgestellt. Impulsvorträge aus Politik und Wissenschaft Das Event startete mit Impulsvorträgen von Min.- Dirig. Lothar Fehn Krestas (BMWSB) und Prof. Dr. Torsten Zuberbier (Charité). Von Seiten der Politik war hier zu hören, dass wir beim Herstellen von Baustoffen und Gebäuden ≫in Lebenszyklen denken≪ und – insbesondere mit Blick auf kommende Förderprogramme – graue Emissionen in den Fokus des Gesetzgebers rücken müssen. Von wissenschaftlicher Seite wurde unter anderem eingebracht, dass Gesundheitsthemen wie Allergene in Zukunft eine wichtigere Rolle in der Baubranche einnehmen werden. Vonovia initiiert Innovations-Pitch Die Generalbevollmächtige der Vonovia SE, Konstantina Kanellopoulos, nutzte das Event, um einen Innovations-Pitch einzuläuten: Start-ups und etablierte Akteure aus der Bau- und Wohnungswirtschaft erhalten hier am 18. Mai 2022 die Möglichkeit, ihre Innovationskraft im Rahmen eines Pitchs  zu präsentieren. Wir machen mit TRIQBRIQ natürlich mit und laden alle anderen Vordenkerinnen und Vordenker der Baubranche ein, sich unter folgendem Link ebenfalls einzuschreiben: Zur Anmeldung Vier Workshops und ein Ziel Den Vorträgen folgten vier zeitgleiche Workshops zu den Themen ≫Herstellung von Baustoffen≪, ≫Nachwachsende Rohstoffe≪, ≫Kreislaufwirtschaft≪ sowie ≫Lieferketten und Logistik≪. Lewin Fricke brachte sich natürlich im Themenbereich Herstellen von Baustoffen ein und erläuterte hierbei die Vorteile von kreislauffähigem Holzbau auf Basis von Kalamitätsholz. Die gebündelten Ergebnisse der einzelnen Workshop-Gruppen wurden dann von Vonovia Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einem anschließenden Podiumsgespräch allen Teilnehmenden präsentiert. Als wichtigstes gemeinsames Ziel ist hier sicherlich zu nennen, dass wir als Baubranche bis 2045 einen klimaneutralen Bausektor und Gebäudebestand brauchen. Dieses Ziel und die kommenden Workshop-Termine im Blick, wurden die Gäste von der Moderatorin Kerstin Pettenkofer in die Berliner Nachmittagssonne entlassen.

Now – Bauwende jetzt!

Ein Zusammenschluss aus nachhaltigen Bau-Start-ups, fordert ein massives Umsteuern der deutschen Wohnungs- und Baupolitik. Am 21.09.2021 zwischen 11:00 – 12:00 Uhr fand zu diesem Thema ein Pressegespräch statt. Die Initiative wird von Architects for Future und vom Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA unterstützt. Derzeit bietet keine Partei ein wohnungs- und baupolitisches Programm, mit dem die Pariser Klimaziele erreicht werden können. Der Bau- und Immobiliensektor verursacht ca. 36 % der CO2-Emissionen in der EU – und ca. 60 % des Abfalls. Der Zusammenschluss hat das gemeinsame Ziel, über schnelle und konkrete Maßnahmen Emissionen und Abfallaufkommen im Bau- und Immobiliensektor erheblich zu senken und die Prozesse und den Materialeinsatz am Bau grundsätzlich umzustellen. NOW – Bauwende jetzt sieht insbesondere bei Genehmigungsprozessen, im Ordnungsrecht sowie in der Förder- und Steuerpolitik einen Hebel, um zirkuläres Bauen viel schneller einzuführen, um die Verwendung ökologischer Materialien zu fördern, aber auch um flexible modulare Neubauten und serielle Sanierungen schneller voranzubringen. Zirkuläres Bauen sollte bereits beim Abbruch berücksichtigt sein. So sieht Dominik Campanella, Gründer der Plattform Concular, Einsparmöglichkeiten von bis zu 30 % der Abbruchkosten und bis zu 50 % Einsparungen bei den Bau-Emissionen, wenn bereits vor Start eines Vorhabens zirkulär geplant wird. Materialien sollten entsprechend in Gebäuden digitalisiert und vor dem Abbruch des Gebäudes in neue Bauvorhaben vermittelt werden.   Holzbausystem TRIQBRIQ: Bauen mit der Natur Neben zirkulären Materialflüssen sollten auch ökologische Materialien verwendet werden. Das Start-up Polycare verzichtet vollständig auf den Einsatz von knapp werdenden Bausanden und auf Zement als Bindemittel und ebnet mit ihrem Bausystem den Weg in die rückbaufähige und wiederverwendbare Architektur.  Oder das Start-up TRIQ, das Projekte mit preisgünstigem Schwach- und Schadholz entwickelt und mit standardisierten modularen Holzbausteinen das Bauen ohne den Einsatz von künstlichen Verbindungsmitteln sehr viel ökologischer macht. Eine Paris-konforme Bauwirtschaft sollte gleich vollständig erdölbasierte Materialien substituieren, so wie das Start-up carbonauten, das Biokohlenstoffe entwickelt. Klimaneutralität kann nur dann in die Skalierung kommen, wenn diese Konzepte seriell geplant und umgesetzt werden: das Start-up ecoworks saniert deswegen CO2-neutral im industriellen Maßstab, indem digital und automatisiert geplant und industriell vorgefertigt wird – und das mit ökologischen Materialien und mit gestalterischem Anspruch. Das Start-up Urban Beta bringt diese Konzepte in den modularen Neubau, indem es flexible, mobile Nutzungskonzepte und nachhaltige Materialstrategien in ihren zirkulären Raumsystemen realisiert. Diese neu gedachte Architektur On-Demand ist erweiterbar, wächst und adaptiert mit ihren Nutzern:innen und schafft neue, zirkuläre Business- und Finanzierungsmodelle für die Baubranche. Der zirkulär geplante Mobility Hub BetaPort ist das erste skalierbare Bauprodukt mit On-Demand Anwendungen für wandelbare Gebäude. Alle Start-ups und die Unterstützer:innen eint die Forderungen, den regulatorischen Rahmen massiv anzupassen: So sollten beispielsweise Genehmigungsprozesse für nachhaltige Baustoffe und Bauprojekte vereinfacht und bevorzugt werden, eine einheitliche Muster-Umbauordnung für alle Bundesländer verabschiedet, der digitale Bauantrag verpflichtend eingeführt und insgesamt Anreize für gestalterische Qualität und Langlebigkeit geschaffen werden. Um die Kreislaufwirtschaft schneller zu etablieren, sollte das Ursachenprinzip gefördert werden. Zudem sollte endlich die gesetzlich vereinbarte Sanierungsquote und -tiefe von öffentlichen Gebäuden eingehalten werden. Dabei zielt beispielsweise der gerade verabschiedete Gebäudeeffizienz-Erlass mit Blick auf den Lebenszyklus in die falsche Richtung. Viel stärker sollte auch das Ordnungsrecht gefasst werden. Wir brauchen Mindeststandards für die Vermietbarkeit von Wohn- und Gewerbeimmobilien: Gebäude, die G oder F im Energieausweis haben, sollten ohne quartiersbezogene Ausgleichsmaßnahmen ab 2028 nicht mehr vermietet werden. Auch sollten die KfW-Programme neu gefasst werden: Zielgröße sollte CO2 inklusive der Emissionen aus grauer Energie sein und der Fokus auf die Dämmung der Gebäudehülle sollte verringert werden. Zudem sollten Programme, die Gebäude fördern, die nicht Paris-konform sind, gestoppt werden. Zudem sollten Subventionen für CO2-intensive Materialien überdacht werden. Hier geht’s zum Pressegespräch Lesen Sie hier Pressebeiträge zum Event!  Zum Artikel Zum Artikel Zum Artikel Zum Artikel Zum Artikel

»Uns rennt die Zeit davon« – Materialkreisläufe in der Baubranche

Zusätzlich fallen allein in Deutschland jährlich rund 250 Millionen Tonnen Bauschutt und Abfälle an, was circa 60 % des nationalen Abfallaufkommens entspricht. Doch trotz dieser verheerenden Zahlen, die die Dringlichkeit eines umweltbewussteren Handelns nahelegen, geht es in der Politik wenig voran. Max Wörner, CEO von TRIQBRIQ, äußert sich zu dieser Problematik: »Wir haben keine Zeit mehr und der Bausektor ist zu träge.« Mit dabei waren die Bundestagsabgeordneten Christian Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) und Hagen Reinhold (FDP), die Raumplanerin Dr. Cecilia Braun, sowie Andreas Kunsmann (COO Polycare) und Max Wörner (CEO TRIQBRIQ). Innovationen scheitern an den Genehmigungsprozessen Hier geht’s zum Webinar Gemeinsam mit unseren Gästen haben wir herausgearbeitet, dass grundlegende Veränderungen nötig sind, wenn der Bausektor bis einschließlich 2025 klimaneutral werden soll.  Kreislauffähige Pilotprojekte, wie Polycare und TRIQBRIQ erweisen sich als entscheidend, um eine solche Umwälzung in der Wertschöpfungskette zu erreichen. Doch oft scheitern nachhaltige Innovationen an der Genehmigung. Dahingehend appellierten Kunsmann und Wörner an mehr Offenheit in der Politik. Doch auch die Politik sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert: „Wir wollen doch innovativ sein, aber es geht gar nicht, weil ich es gar nicht durchsetzen kann, weder beim Kunden noch bei der Behörde“, äußert sich Hagen Reinhold (FDP) zu der Problematik. Auch Dr. Cecilia Braun betonte, dass zwar genügend Ideen vorhanden seien, es aber an der Umsetzung scheitere. In einer Sache sind wir uns daher alle einig: Es muss eine Veränderung geben. Wir hoffen auf eine positive Entwicklung und bedanken uns bei allen Teilnehmenden!

TRIQBRIQ im Deutschen Bundestag

Vorstellung des TRIQBRIQ Massivholzbau-Systems und Austausch über baupolitische Rahmenbedingungen. Vergangenen Dienstag war die TRIQ GmbH digital zu Gast im Deutschen Bundestag. Auf Einladung der Arbeitsgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBnE), stellten der Geschäftsführer, Max Wörner, und der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Lewin Fricke, ihr ganzheitlich nachhaltiges Wohnbaukonzept vor. Das Kernelement des Konzepts ist das eigens entwickelte Holzbau-System „TRIQBRIQ“. Mit dem patentierten System macht es die TRIQ GmbH möglich, Schad- und Sturmholz flächendeckend und klimaschonend als Baustoff zu verwenden. TRIQ macht sich im Bundestag für nachhaltiges Bauen stark  Im Anschluss folgte eine Diskussionsrunde zu den regulatorischen Rahmenbedingungen, die nachhaltiges Bauen aktuell noch erschweren oder verlangsamen. Von Seiten der TRIQ GmbH wurde hier speziell der Standpunkt vertreten, dass das kürzlich in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) insbesondere hinsichtlich der Lebenszyklusanalysen von Gebäuden anzupassen sei. Die in der Herstellung von Baustoffen und Gebäuden verbrauchte Energie und die ausgestoßenen Emissionen (Graue Energie/Graue Emissionen) müssten in der Gesetzgebung berücksichtigt werden. Es sei vor allem nicht nachzuvollziehen, warum Beton und Zement politisch noch immer als harmlose Baustoffe gelten. Schließlich sorge allein die Herstellung von Zement für ca. 6-8 % der weltweiten CO2-Emissionen, merkte Lewin Fricke an. Im Vergleich dazu sei es mit dem Holzbau-System „TRIQBRIQ“ sogar möglich, CO2 im Rohbau zu binden und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, fügte Wörner hinzu. Von Seiten der Parlamentarier wurde angemerkt, dass das GEG die Herstellungsphase von Gebäuden genauer in den Blick nehmen müsse. Kai Whittaker MdB, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im PBnE, moderierte die digitale Sitzung und schlug abschließend vor, die herausgearbeiteten Punkte ebenfalls in die kommunale Ebene zu tragen, um auch dort den Nachhaltigkeitsgedanken im Bausektor, beispielsweise in Form von Pilotprojekten, weiter voranzutreiben. Über die TRIQ GmbH Die TRIQ GmbH steht für ganzheitlich nachhaltiges Bauen und Wohnen. Es ist das Ziel des Unternehmens, Ökologie, Ökonomie und Soziokultur buchstäblich unter einem Dach zu vereinen. Daher setzt die TRIQ GmbH beim Bau ihrer Gebäude zu 100 % auf recycelbare Materialien und verzichtet konsequent auf Beton und Zement. Kernelement dieser Bauweise ist das eigens entwickelte und patentierte Holzbau-System „TRIQBRIQ“. Dieses System macht es möglich, Schad- und Sturmholz flächendeckend und klimaschonend als Baustoff zu verwenden. In Kombination mit Strom aus Photovoltaikanlagen und innovativer Wasserstofftechnologie werden so energieautarke und klimaneutrale Gebäude geschaffen. Im Anschluss an den Bauprozess etabliert die TRIQ GmbH Wohnkonzepte, die mittels Kreislaufwirtschaft und digitalem Monitoring die Bewohner dabei unterstützen, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu leben. Mehr über die TRIQ GmbH